Wohnwagen Wolfgang

Wie alles begann

Unsere Campingkarriere begann im Jahre 2007 und war eine Notlösung. Wir hatten unseren Hausbau nach drei Jahren vollständig abgeschlossen und waren komplett urlaubsreif. Als wir den Entschluss fassten in Urlaub zu fahren, stand die Hauptsaison schon vor der Tür. Folglich war keine bezahlbare Ferienwohnung mehr an der Ostsee zu bekommen.
Mein fester Entschluss unbedingt Urlaub machen zu wollen und der glückliche Umstand, dass wir eine Anhängerkupplung an unserem Bulli hatten, führten dazu, dass ich vorschlug einen Wohnwagen zu mieten. Ich wollte in den Urlaub und ich wollte an die Ostsee. Meine Frau erklärte mich zwar für verrückt, stimmte aber überraschend schnell zu. Sie war wahrscheinlich genauso urlaubsreif wie ich.
Also haben wir einen Knaus Südwind gemietet, unsere Sachen gepackt und sind mit unserem acht Monate alten Sohn nach Fehmarn gefahren. Wir waren nicht wirklich auf Camping vorbereitet und vieles war improvisiert, trotzdem war es der enspannteste und schönste Urlaub den wir bis dahin gemacht hatten.
Von da an haben wir 10 Jahre lang jeden Sommerurlaub einen Wohnwagen gemietet, 2017 und 2018 auch noch einen Wohnwagen im Frühjahr zu Pfingsten. In der Zeit haben wir viele verschiedene Hersteller und Grundrisse ausgiebig kennengelernt. Über Knaus, Bürstner, TEC und Hobby bis hin zu LMC. Alle hatten nur eins gemeinsam, Stockbetten für die Kinder und ein französisches Bett für uns.
Dann stand der wieder Sommerurlaub vor der Tür. Mitte Mai erhielten wir von unserem Wohnwagenvermieter die Mitteilung, dass der für uns vorgesehen Hobby verkauft worden ist und wir nun einen Bürstner kriegen sollten. In dem Moment machte sich bei uns Panik breit. Den gleichen Grundriss hatten wir zu Pfingsten gehabt und festgestellt, dass dieser „kleine“ Grundriss für 5 Tage in Ordnung sei, aber wir darin keine 3 Wochen Sommerurlaub machen wollten. Und genau das sollte uns jetzt bevor stehen. Wieder kamen zwei Dinge zusammen

Hobby

. Wir wollten Urlaub im Wohnwagen machen, aber auf keinen Fall in dem kleinen Grundriss. Blieb also nur einen eigenen Wohnwagen zu kaufen. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass wir schon mal öfter darüber nachgedacht haben einen eigenen Wohnwagen zu kaufen. Es hat uns nur nie ein Wohnwagen restlos überzeugt, irgendwas war immer. Bis zu dem Tag als wir Wolfgang sahen…, aber stopp der Reihe nach.
Es waren nur noch sechs Wochen bis zu unserem Urlaub. Ich rief also bei unserer Wohnwagenhändlerin an und fragte, ob es möglich ist, anstatt einen Wagen zu mieten, bis zu unserem Urlaub noch einen Wohnwagen zu kaufen. Ich glaube sie war ein wenig überrascht und hat mich für verrückt gehalten. Sie sagte aber, dass es möglich sei, wenn ich einen Wagen aus der Ausstellung nehmen würde. Sie hätte zwei schöne Wagen auf dem Hof.
Ein paar Tage später waren wir zur Besichtigung da und sahen zum ersten Mal unseren Wohnwagen, einen Tabbert PEP 550 DM. Was soll ich sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Meine Frau sagte hinterher zu mir, sie sein in den Wagen rein und habe sich sofort wohlgefühlt. So sind wir zu Wolfgang gekommen.
Warum wir uns so spontan entscheiden konnten und warum es nicht wirklich eine spontane Entscheidung war, erzähle ich in einen der nächsten Beiträgen.

Jörg

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